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St. Kilian Signature Edition Seventeen

St. Kilian Signature Edition Seventeen

Rum trifft Rauch – klingt nach einem karibischen Lagerfeuer, ist aber die neueste Kreation aus Rüdenau. St. Kilian hat für die Signature Edition Seventeen Destillate in jamaikanischen, mexikanischen und barbadischen Rumfässern sowie Rhum-Agricole-Fässern reifen lassen und den Torfrauch gleich mitreisen lassen. Das Ergebnis? Ein Single Malt, der so tut, als käme er gerade vom Strandurlaub zurück – mit Sonnenbrille und Räucherstäbchen im Gepäck.

Verkostung

Nase

Süßer Rauch begrüßt als Erstes und verbindet sich mit frischer Zitrone zu einer überraschend einladenden Kombination. Dahinter weht eine salzige Meeresbrise – fast so, als hätte das Rumfass etwas Karibik-Feeling mitgebracht. Leicht jodige Noten unterstreichen den maritimen Charakter, und ganz im Hintergrund lugt eine scheue Blaubeere hervor, die sich nicht ganz sicher ist, ob sie hier dazugehört.

Gaumen

Dann wird es ernst – oder besser gesagt: ölig, süß und rauchig voluminös. Die Melasse der Rumfässer entfaltet sich in voller Pracht und trifft auf eine tropische Ananasnote, die man in einem deutschen Whisky so nicht erwartet hätte. Das Mundgefühl ist beeindruckend satt und umhüllend, als würde man in eine Rauchdecke aus karibischem Zuckerrohr gewickelt.

Abgang

Hier nimmt sich der Whisky Zeit – und das zu Recht. Eichige Würze und Honig verschmelzen zu einer klebrig-süßen Verabschiedung, die einfach nicht gehen will. Lang, warm und mit einer Würze, die noch lange nachhallt. Die besten Partys enden eben spät.

Gedanken

Marcel

Marcel 86/100 - (Ausgezeichnet)

Eieiei – was hat St. Kilian hier abgeliefert? Süß, rauchig und einfach großartig. Die Kombination aus karibischen Rumfässern und Torfrauch klingt auf dem Papier gewagt, im Glas ist sie ein Volltreffer. Für mich die beste Signature Edition aller Zeiten – und ja, ich sage das bei vollem Bewusstsein. Naja, fast nüchtern.

Sascha

Sascha 86/100 - (Ausgezeichnet)

Technisch bemerkenswert, wie hier die süße Rumfass-Melasse mit dem Torfrauch in Einklang gebracht wurde – keine der beiden Seiten dominiert, beide profitieren voneinander. Der lange, klebrig-würzige Abgang ist das Sahnehäubchen auf einer rundum gelungenen Abfüllung. Wer Rauch und Süße mag, wird hier schlicht und ergreifend glücklich.

Preis-Leistung: 4/5 (Gut)

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Bewertungsverteilung aller 517 Testberichte

Häufig gestellte Fragen

Welche Rumfässer wurden für die St. Kilian Signature Edition Seventeen verwendet?

St. Kilian hat für diese Edition gleich in die volle Karibik-Kiste gegriffen: Jamaikanische, mexikanische und barbadische Rumfässer sowie Rhum-Agricole-Fässer kamen zum Einsatz. Diese Vielfalt an Rumfass-Einflüssen sorgt für das vielschichtige, tropisch-süße Profil, das den Torfrauch so hervorragend ergänzt.

Wie unterscheidet sich die Signature Edition Seventeen von der Signature Edition Sixteen?

Während die Sixteen auf portugiesische Likörweinfässer setzte und ein fruchtiges, ungetorftes Profil bot, geht die Seventeen den rauchigen Weg mit karibischen Rumfässern. Das Ergebnis ist eine völlig andere Geschmackswelt: Wo die Sixteen mediterran und weinig war, ist die Seventeen tropisch-süß und torfig – zwei Seiten derselben Brennerei-Medaille.

Warum ist die Kombination aus Rum und Torfrauch so ungewöhnlich?

Die meisten getorften Whiskys reifen in Bourbon- oder Sherryfässern, was den Rauch eher mit Vanille oder Trockenfrüchten verbindet. Rumfässer bringen stattdessen Melasse, tropische Früchte und Zuckerrohrsüße mit – das erzeugt einen ganz eigenen Kontrast zum Torf, der überraschend harmonisch funktioniert und dem Whisky eine fast karibische Leichtigkeit verleiht.